Beats by Dr. Dre Executive im Test (1/2)

Heute stellen wir das Beats Flaggschiff "Executive" von Dr. Dre vor. Absolut stylisch gebaut, soll das dezent angesetzte, luxuriöse Kopfhörerpaar die Superlative des Musikhörens von morgen darstellen. Wie der Beats by Dr. Dre Executive abschneidet, erfahren Sie in diesem Test.

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Der Beats by Dr. Dre Executive im Test. Im Alleingang hat Beats by Dr. Dre einen neuen stylischen Markenkopfhörer mit aktiver Noise Isolation geschaffen. Ob der Kopfhörer sein Geld wert ist?
Der Beats by Dr. Dre Executive kostet 250 Euro.




Beats by Dr. Dre ist in heutiger Zeit die Kultmarke schlechthin. Ihr typisch trendiges Design ist vor allem bei jungen Menschen äußerst beliebt, aber auch bekannte Persönlichkeiten greifen immer öfter zu den Markenkopfhörern.
Mit der Neuerscheinung der Executive Kopfhörer schafft Beats by Dr. Dre im Alleingang (erstmals ohne Monster) eine gelungene Mischung aus äußerst anmutig, luxuriös und stylisch gut durchdacht wirkenden Kopfhörern. Alles sitzt an seinem richtigen Platz, der Kopfhörer ist gut verarbeitet und weist einen Top Qualitätszustand auf. Nimmt man ihn in die Hand, merkt man sogleich, dass lediglich hochwertige Materialien in die Fertigung miteingeflossen sind. Das Gewicht des Executive ist nämlich mit 340 Gramm vergleichsweise schwer, weiß man aber welche Materialien beim Kopfhörer zum Einsatz kommen, kann man dem Executive absolut keinen Vorwurf machen.
Der Kopfhörer an sich besteht nämlich hauptsächlich aus Metall, der Kopfhörerbügel als auch die Klangschalen sind äußerst massiv und strahlen in ihrer silbern matt-glänzenden Optik einen Hauch von Luxus aus. Der schwarz-silberne Look wirkt allemal trendig und vermittelt den Eindruck luxuriöser, edler Kopfhörerpaare. Und durch seine unglaublich solide feste Bauweise hält man eben etwas Massives in der Hand.

Tragekomfort

Die Klangschalen und auch der Kopfhörerbügel sind mit angenehm weich gehaltenen synthetischen Polstern ausgestattet worden. Auch hier setzt unverkennbar die hohe Verarbeitungsqualität der Beats Kopfhörer an und schafft mit qualitativem Verarbeitungsgeschick einen soliden massiven Kopfhörer. Dennoch kann dem Tragekomfort keine Höchstnote zugesprochen werden. Denn auch wenn Beats by Dr. Dre mit hochwertig angenehm ausgestatteten Polstern an Klangschalen und Kopfhörerbügel den Tragekomfort so angenehm wie möglich gestalten möchte, schmälert schlussendlich das zusätzliche Gewicht der Kopfhörer erheblich den Tragekomfort des Executive. Er ist zwar nicht unbequem - die Ohrpolster umschmiegen wohltuend die Ohren - dennoch könnte und sollte von mobilen Kopfhörern für unterwegs vor allem hinsichtlich dieser Preisklasse mehr erwartet werden.

Verarbeitungsqualität, Kabelmanagement und Gadgets

Wie anfangs bereits angesprochen ist die Verarbeitungsqualität des Executive phänomenal. Äußerlich betrachtet kommen lediglich hochwertige Materialien zum Einsatz, die die Haptik grundlegend aufwerten. Sorge bereitet uns jedoch die spezielle Anordnung des 40-mm Kopfhörertreibers. Drückt man den Knopf auf der Rückseite der Klangschalen kann der Treiber durch den Freiraum zwischen Ohr und Kopfhörer schnell deformieren. Problematisch wird es vor allem auf längere Sicht, da Langzeitschäden keineswegs ausgeschlossen werden können.

Äußerst beständig hingegen ist das 3,5-mm dicke Audio-Kabel vom Beats Executive. Mit integrierter Fernbedienung und einem Mikrofonkabel (Features können variieren) ist auch unterwegs die Bedienung der Playlist leicht handhabbar, indem man direkt am Kabel zwischen der Musik hin- und herswitchen kann. Das Kabel vom Executive ist im Falle eines Kabelbruchs austauschbar, welches beim Hersteller oder bei gängigen Beats-Händlern kostengünstig nachbestellt werden kann.
Ein Adapterkabel, ein Flugadapter und ein Hartschalen-Transportcase liegen im Lieferumfang des Beats-Kopfhörers bei. Zusätzlich erhält man ein originales Beats by Dr. Dre Putztuch, um hochwertige Beats jederzeit gewährleisten zu können.
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Noise-Isolation

Zum Zwecke der Geräuschabschirmung hat Beats ein aktives Noise-Isolation-System in den Kopfhörer integriert. So versucht die aktive Noise-Isolation des Executives neben der passiven Gehäuseabschirmung das Geräuschumfeld größtmöglich abzudämmen, um klare unverfälschte Töne von sich geben zu können.
Für das Betreiben der aktiven Noise-Isolation werden 2xAAA-Baterien benötigt, welche erstmalig im Lieferumfang beim Beats Produkt enthalten sind. Diese sorgen dafür, dass die aktive Noise-Isolation in Kraft tritt und stellen zudem die Funktionalität des Kopfhörers sicher. Sind die Batterien aufgebraucht, erlischt nicht nur, wie man meinen möchte lediglich die aktive Noise-Cancelling-Fähigkeit des Beats Kopfhörers, sondern auch der Kopfhörer selbst an sich funktioniert nicht mehr.
Aus diesem Grund sollte stets ein genügend großer Vorrat an Batterien mitgeführt werden, um den Executive sorgenfrei bedienen zu können. Die mitgelieferten Batterien sind jedenfalls nicht wiederaufladbar und müssen demzufolge regelmäßig ausgewechselt werden. Besser wäre unzweifelhaft ein wiederaufladbarer Akku gewesen, doch einen solchen stellt Beats beim 250 Euro teuren Executive zu unserem Erstaunen nicht zur Verfügung. Mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 25 Stunden "verbrennt" der Executive zwar nicht die Batterien, geht aber auch nicht äußerst sparsam mit diesen um. So bleibt einem nur die Wahl, entweder regelmäßig Batterien zu beschaffen oder man besorgt sich aus eigener Tasche einen dementsprechend leistungsfähigen Akku. Dies und die Tatsache, dass man den Executive nicht ohne die aktive Noise-Isolation betreiben kann, ist ein großer Schwachpunkt des Executives und ein Kaufkriterium, welches möglicherweise zuungunsten des Beats-Kopfhörers ausfallen könnte.

Geht man näher auf die Noise-Isolation des Beats by Dr. Dre Executive ein, so merkt man schnell, dass die Fähigkeit der Geräuschunterdrückung beim Beats Kopfhörer nur teilweise und auch dann nicht zur vollkommenen Zufriedenstellung funktioniert. Fakt ist jedenfalls dass er sich mit dem Noise-Canceller Giganten, dem Bose Quietcomfort 25, in keinster Weise messen kann, vielmehr ist er dessen kleiner Bruder und auch dann noch ist der Vergleich ziemlich wohlwollend für den Beats Executive formuliert. Die technische Umsetzung hinsichtlich der Noise-Isolation ist jedenfalls zu schlecht.
Zu diesem Ergebnis kommt man sofort, wenn man das erste Mal den Beats Executive testen kann. Anzukreiden hierbei ist die eher dürftige Schallabdämmung des Beats, sie fällt enttäuschend aus und ist ungewöhnlich schwach für Noise-Canceller Verhältnisse. In der Tat werden Hintergrundgeräusche abgedämmt, sie sind aber nichtsdestotrotz noch wahrnehmbar und dies wird umso auffallender je lauter die Umgebung ist.
Desweiteren erzeugt die Noise-Isolation ein beträchtliches konstantes Hintergrundrauschen, welches allzeit da ist und sich über die Musik des Executives förmlich legt. Ein regelrechter "Musikbrei" entsteht, vor allem bei stillen Passagen macht sich dies bemerkbar, wo der Executive eher als Geräuschverursacher denn als Geräuschunterdrücker agiert. Nach ausgiebigem Testen kommen wir zu dem Schluss, dass ein Kopfhörer, welcher jedenfalls nur zum Teil die Noise-Canceller-Fähigkeit erdient, kontraproduktiv ist, möglicherweise wäre der Executive ohne die aktive Geräuschabdämmung besser bedient gewesen, denn der erzielte Effekt fällt in Relation zu den negativen Punkten, welche durch die Noise-Isolation einhergehen ziemlich enttäuschend aus.



Derzeitiger Preis
Beats Executive
(3,3 / 5)
239 Euro
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