AKG K701 im Test

Mit sehr nahem Hang zur Klangtreue gilt der AKG K701 als einer 'der großen Drei' der professionellen Monitoring-Kopfhörer. Mit seinem hochaufgelöstem Klangbild ist der AKG K701 sehr detailliert und bringt so jede Kleinigkeit ans Licht. Schonungslos in der Wiedergabe haben wir den Test zum vielgelobten und mehrfach ausgezeichnet wordenen Referenzkopfhörer aus dem Hause AKG's gemacht.

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Hart aber fair: Der AKG K701 gibt sich unglaublich detailliert und präzise. Das Gute: Auch kleinste Details gehen am Kopfhörer nicht verloren. Als High-End Modell stellt der AKG K701 derzeit ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis für alle HiFi-Begeisterte dar. Bild:AKG K701




Vielfach angesprochen und in etlichen Testberichten datentechnisch praktisch gänzlich auseinandergenommen, ist der AKG K701 unter Audiophilen einer der bekanntesten und wohl meistdiskutierten Kopfhörer. Er zählt nämlich zum berühmten Konglomerat 'der großen Drei' innerhalb der HiFi-Kopfhörerszene, welche bereits seit jeher durch ihren guten, analytischen Klang aus der Masse der gegenwärtigen Kopfhörermodelle hervorstechen konnten. Die Rede ist - wie Sie sich vielleicht bereits denken können - vom Beyerdynamic DT880, dem Sennheiser HD 650 und natürlich vom AKG K701, welchen wir uns speziell hier im Test genauer ansehen werden.

+ hochaufgelöstes Klangbild
+ sehr gute räumliche Bühne
+ Gute Wiedergabe von Instrumentalen
AKG K701
Testpreis: 195 Euro
(4,7 / 5)


Für wen sich der AKG K701 eignet / Vorabeingrenzung

Vorab gesprochen handelt es sich beim AKG K701 um einen Referenzkopfhörer, welcher in großen Maßen als vollkommen analytisch eingestuft werden kann. Analytisch deswegen, weil er ein sehr gut definiertes neutrales Klangbild mit unverfälschten Höhen und Mitten vorzuweisen hat.
Dabei führt der AKG K701 einige markante Eigenheiten mit sich, welche ihn klanglich gesprochen bedeutend anders und ihn gerade deswegen so sehr zu einer besonderen Wahl machen. Denn deutlich neutraler mit einem viel geringeren Tieftonanteil ausgestaltet als andere Kopfhörer, ist er eher für den klangbedachten Hörer geeignet, welcher zwar einen gut konturierten, aber im Endeffekt dennoch einen etwas zurückgehalteneren Bass im Klangbild bevorzugt. Da sein Bass im Verhältnis zu anderen Kopfhörern deutlich schwächer ausfällt, ist der Einsatzbereich des AKG K701 dementsprechend stark umzäunt und besitzt demzufolge nicht über eine derart große Einsatzmöglichkeit wie es eventuell bei anderen Kopfhörern der Fall wäre.
Fragt man, worin die großen Stärken des AKG K701 liegen, wird man immer wieder dieselbe Antwort - zwar in etwas abgewandelter, aber dennoch in inhaltlich übereinstimmender Form - erhalten. Dort wo der K701 nämlich über sich wächst, ist sein hoher Detaillgrad verbunden mit seiner imprägnanten hohen räumlichen Bühne. Die Instrumentale werden hierbei erstaunlich realistisch und präzise wiedergegeben, wobei sich der AKG K701 mit seinem großartigen Raumempfinden bildlich gesprochen eine gewaltige Konzerthalle im Ohr erschafft. Gut bemerkbar macht sich dies vor allem in Orchestren, wo das Raumbild so offen und frei wirkt, dass die Musik mit ihren Streichern, Trompetern und Sängern so fein aufgelöst, lebhaft und unangestrengt wiedergegeben wird, dass man sich als Zuhörer mitten unter diesen fühlen könnte.

Nicht zu Unrecht spricht man beim AKG K701 aber von einem sehr bassarmen Kopfhörer, denn obwohl Bass vorhanden, und dieser zum Teil auch stärker als an anderen Modellen ausgelegt ist, so ist der Tieftonanteil am AKG K701 deutlich schwächer bemessen worden als üblich.
Wer starke Bässe liebt, sollte den AKG K701 demzufolge jedenfalls schnell wieder aus dem Auge fassen, denn bassstark ist der AKG K701 keineswegs. Dort sollte man sich eher in Richtung des Beyerdynamic DT 880 oder Sennheiser HD 650 begeben.
Für all diejenigen, die gut komponierte Lieder mit hohem Instrumentalanteil genießen wollen, ist der AKG K701 - auch vor allem wegen seiner guten Klangauflösung und seiner beeindruckenden räumlichen Nähe - der optimale Kandidat.

AKG K701

Austattung und Optik

Gefertigt und geliefert wird der AKG K701 in sehr hochwertigem Zustand. Auch heute noch werden die Kopfhörer von AKG dankbarerweise in Österreich produziert, sodass man auf Qualitätshandwerk made in Austria nicht verzichten muss. Qualitätstechnisch kann man AKG nur zugutehalten, dass man diesen Weg eingeschlagen ist: Denn für den Preis, den man für den K701 zahlt, erhält man im Gegenzug auch äußerst hochwertige Komponenten, was bei hochpreisigen Modellen nicht immer der Fall sein muss. Die Verarbeitung von Kopfhörerbügel, Lederpolster als auch Haptik ist rundum gelungen, das Kopfpolster ist zusätzlich aus hochwertigem Echtleder gefertigt, und durch den ausgeklügelten selbstregulierenden Einstellmechanismus am K701 wird die passende Bügelspannweite für den Kopfhörer (praktisch wie) von selbst reguliert.
Optisch ist die Farbwahl am AKG K701 unserer Meinung nach äußerst ansprechend gestaltet worden, wobei das rotbraun versehene Kopfpolster neben dem fast durchgängig weiß gehaltenen Farbbild einen guten Kontrast setzt. Die filigran unterlegte Chrombeschichtung an den Klangschalen durchbricht und frischt die Stiloptik des AKG K701 nochmals auf. Zusätzlich findet der Kopfhörer mit seinen schönen Ohrpolstern aus Velour durch seine moderate Größe her sehr angenehm auf unseren Ohren Platz.

Die hochwertigen Stoffpolster sind waschbar und können zusätzlich als Ersatzpolster direkt beim Hersteller oder äußerst unkompliziert bei Fachhändlern des qualifzierten Handels nachbestellt werden, sodass man selbst nach mehreren hundert Stunden Tragezeit den Kopfhörer leicht instandhalten und somit den Materialzustand des Kopfhörers praktisch wie im Anfangszustand halten kann.

AKG K701 auf Podest
Kopfhörer aus Velourleder-Polster. Sehr schick kann der AKG K701 auf seinem Kopfhörerpodest aufbewahrt werden.

Auch das 2,2 Meter lange Kabel am AKG K701 steht völlig im Sinne des Hifi-Genusses. Es ist sehr lang, und äußerst dick gehalten, und eignet sich auch für Zwecke, wenn man mal nicht direkt neben dem Abspielgerät sitzt. Neben dies allem erhält man einen aufschraubbaren vergoldeten Klinkenstecker à la 3,5-mm und 6,3-mm Klinke, und ein sehr schön anzusehendes Kopfhörerpodest, auf welchem man den AKG K701 nach einer langen und (hoffentlich) ausgiebigen Musikeinlage stilvoll und äußerst bequem ablegen und aufbewahren kann.




Derzeitiger Preis
AKG K701
(4,7 / 5)
195 Euro
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Kommentare:

  1. Hallo,
    im großen und ganzen kann ich der Beurteilung des K 701 zustimmen. Wo ich Einspruch erhebe, ist die hier erwähnte "Bassarmut". Entweder gibt es eine große Serienstreuung diesbezüglich oder meine Ohren spielen mir einen Streich. Ich höre deutliches Grummeln im Keller, sicherlich nicht aufdringlich aber gut in das Gesamtklangbild integriert.

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  2. @Peter Bigalke, die Bassarmut liegt sicher teilweise im Auge (oder Ohr) der Betrachters, meine Erfahrung deckt sich aber mit deiner. Verglichen mit den anderen hier angesprochenen Kanidaten hat der K701 aber sicher die schwächsten Bässe. Zum Teil spielt aber auch die Quelle eine Rolle. Der K701 ist einer der Kopfhörer der von hochwertigen Versärkern extrem profitiert.

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